Donauuferbahn 5

Traditionsreiche NÖ Bahnstrecke steht vor der Zerstörung
Presseaussendung, 2. August 2016

Land Niederösterreich und NÖVOG wollen eine weitere Regionalbahn unwiederbringlich zerstören: die Donauuferbahn! Das Netzwerk „Verkehrswende Niederösterreich“ fordert heute mit einer Kundgebung entlang der bedrohten Strecke die Landesregierung auf, diesen Anschlag auf die Schiene unverzüglich zu beenden und das Auflassungsverfahren auszusetzen. Der Schienenstrang – vor allem der betroffene Grund und Boden – müssen für die Nachwelt und die notwendige Verkehrswende erhalten bleiben! „Wenn Trassenteile verkauft werden, gehen sie für die dringende Wiederbelebung von Regionalbahnstrecken verloren“, warnen die Mitglieder der Verkehrswende Niederösterreich. „Die Bahntrasse muss im Besitz der Öffentlichen Hand bleiben!“

Seit Ende 2009 wird der Streckenabschnitt zwischen Grein und Krems trotz Bedenken regionaler PolitikerInnen und der Tourismuswirtschaft nicht mehr befahren. Der letzte planmäßige Personenzug zwischen Sarmingstein und Emmersdorf verkehrte im Oktober 2009. Im Jahr 2011 hat das Land NÖ vom Bund neben anderen Strecken auch den niederösterreichischen Teil der Donauuferbahn übernommen. Damals wurde von Verkehrslandesrat Heuras garantiert, dass diese Bahnlinien „nicht zur Einstellung“ vom Bund übernommen wurden. Heute scheint diese Garantie nichts mehr wert zu sein: Das Auflassungsverfahren dürfte kurz vor dem Abschluss stehen.

„Verkehrswende Niederösterreich“ warnt, dass der noch vorhandene durchgängige Schienenstrang entlang des Donau-Nordufers nach der Einstellung der Bahn und nach dem Verkauf der Trassengrundstücke de facto für immer unterbrochen ist! Österreich wurde zu sehr ambitionierten Emissionsreduktionen verpflichtet. Erreichbar sind diese Ziele sicher nicht mit der Zerstörung von Eisenbahnlinien!

Treffpunkt für die Fahrradkundgebung ist heute um 11 Uhr beim Bahnhof Grein oder um 13 Uhr beim ehemaligen Bahnhof Persenbeug. Um 14 Uhr gibt es in Marbach ein Treffen mit LokalpolitikerInnen im Gasthaus Haselberger, Abschluss ist um 16 Uhr in Emmersdorf.

Es ist eindeutig Aufgabe der niederösterreichischen Landesregierung, die durchgängige Gesamtheit dieses Schienenstrangs sicher zu stellen, um die Bahn für die klimaverträgliche Mobilität der Zukunft zur Verfügung zu haben. „Die Donauuferbahn ist eine mit öffentlichem Geld errichtete Infrastruktur, die auch in Zukunft der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen muss“, fordern die Verkehrswende-AktivistInnen heute. „Nur so können wir auch in Zukunft einen brauchbaren Zugverkehr für alle Menschen in Niederösterreich anbieten.“