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Verein Freunde des Augartens

 

Website: http://www.baustopp.at/

 

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Der Verein „Freunde des Augartens“ setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz des Wiener Augartens ein. Dieser wurde am 1. Mai 1775 von Kaiser Josef für die Allgemeinheit („Allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort“) geöffnet und ist nun Eigentum der Republik Österreich. Obwohl das Bundesdenkmalamt die Gebäude und den Garten mit Bescheid vom 5. April 2000 (GZ 39.086/2/2000) unter Schutz gestellt hat, ist er nicht sicher vor den Begehrlichkeiten der Betonlobby. Mit dem Bau einer „Mehrzweckhalle“ (Konzertsaal) wird unter Billigung von Politikern (Landeshauptmann Dr. Häupl ist „übergangene Partei“ im Denkmalschutzverfahren) und Duldung von Beamten wieder ein zentrales Stück kostbarsten Erholungsgebietes (in unmittelbarer Nähe der U-Bahn-Station „Taborstrasse“) zerstört. Mit dem Griff der ASFINAG nach Nationalparkgebiet droht der Lobau ein ähnliches Schicksal.

Wir fragen: Was haben wir für Gesetze, die Gebiete unter Schutz stellen, aber dann auf Zuruf so gebogen werden, dass dort aberwitzige Bauten legal erscheinen? Was für zuständige Beamte Sitzen in unserem Öffentlichen Dienst, die dabei tatenlos zusehen? Was für (un)verantwortliche Politiker, die solche Wahnsinns-Projekte beschließen und auch noch stolz darauf sind?

Hier werden die Interessen der Bevölkerung und die zukünftiger Generationen mit Füßen getreten.

Mit den drei Milliarden Euro (3.000.000.000), die die Lobau-Autobahn kosten würde, ließen sich so viele denkmalgeschützte Parkanlagen und Gebäude vor dem Verfall bewahren, dass es sich kaum aufzählen läßt. Restaurierung ist sehr viel liebevolle Handarbeit, die vor allem von Klein- und Mittelbetrieben geleistet würde. Geld hier zu investieren, hätte wesentlich größere Effekte auf die Beschäftigung, über ganz Österreich verteilt, als Autobahnbau – wo vor allem große teure Maschinen (bzw. Großkonzerne) arbeiten. Geld in die Erhaltung von Natur- und Kulturschätzen zu stecken, würde einen sanften, für die Region gut verträglichen Tourismus nachhaltig fördern. Betonorgien á la Lobau-Autobahn oder „Mehrzweckhalle“ machen alles kaputt. Wer fährt schon wohin, wo es Betonklötze und Autobahnen gibt? Mehr Straßen bewirken mehr Verkehr, mehr Luftverschmutzung, mehr Erschütterungen, die historische Gebäude angreifen und mehr Lärm, der den Wert von Erholungsgebieten zunichte machen kann.

Die Staatsschulden, die hier zum Schaden der Allgemeinheit für eine Transitautobahn gemacht werden, fehlen auch bei der Bildung, die jungen Leuten Kultur- und Naturschätze näherbringen kann.

Deshalb fordert auch der Verein „Freunde des Augartens“: Zukunft statt Autobahn!

 

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